„Als Assoziierte habe ich mich verbindlich den Missionsärztlichen Schwestern angeschlossen – zwar nicht mit einem Gelübde, aber doch mit dem Versprechen, die Spiritualität der Heilung in meinem Umfeld zu leben. Das geht wunderbar mit Qigong, einer chinesischen Praxis, bei der Atem, Bewegung und Vorstellungskraft im Fokus stehen. Die Ausbildung habe ich bei einer chinesischen Meisterin in Berlin absolviert, während ich hauptberuflich als Zahnärztin arbeitete. Es ist schade, dass das Körperliche oft vernachlässigt wird. Dabei ermöglicht uns unser Leib doch erst das Leben auf diesem Planeten! Qigong ist für mich Meditation in Bewegung. Wenn ich mich den ritualisierten Abläufen hingebe, spüre ich in mich und beobachte, wie ich atme. Ich fokussiere mich.
Qigong hilft, Aktion und Kontemplation zu verbinden
In den kostenfreien Kursen, die ich für die Schwestern und andere Interessierte anbiete, möchte ich die Teilnehmenden für ihre Entwicklung und ihr Inneres empfindsam machen und mich mit ihnen austauschen. Qigong hilft uns, Aktion und Kontemplation zu verbinden. Es ist für mich Gebet, weil es mich in die Präsenz und Tiefe führt. Hilfsmittel braucht es dafür keine. Jeder und jede kann es überall praktizieren!“
Aufgezeichnet von Eva-Maria Werner