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Eva-Maria Werner

Eva-Ma­ria Wer­ner

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Wä­re ein mus­li­mi­scher Fei­er­tag sinn­voll?

Neun Fei­er­ta­ge sind in Deut­sch­land bun­des­ein­heit­lich ge­setz­lich ge­schützt und da­mit ar­beits­f­rei, dar­un­ter sechs christ­li­che. Auch wenn vie­le Bür­ger heu­te nicht mehr wis­sen, was an Pfingst­mon­tag oder Chris­ti Him­mel­fahrt „ge­fei­er­t“ wird – der freie Tag ist ih­nen sehr will­kom­men für die Frei­zeit­ge­stal­tung. Als 1994 be­sch­los­sen wur­de, den Buß- und Bet­tag als ar­beits­f­rei­en Tag zu st­rei­chen, um die Bei­trä­ge zur Pf­le­ge­ver­si­che­rung durch Mehr­ar­beit aus­zu­g­lei­chen, war der Auf­sch­rei groß. Die Fei­er­ta­ge als ge­schicht­li­che Er­in­ne­rungs­punk­te oder für das re­li­giö­se Ge­mein­de­le­ben wich­ti­ge Zeit ver­lie­ren je­doch ih­re Be­deu­tung, wenn sie „nur“ noch als Frei­zeit wahr­ge­nom­men wer­den.
Mehr als ein Drit­tel der Be­völ­ke­rung in Deut­sch­land ist mitt­ler­wei­le kon­fes­si­ons­los, fünf Pro­zent der Bür­ger sind Mus­li­me: Wä­re ein mus­li­mi­scher oder ein wei­te­rer säk­u­la­rer Fei­er­tag im Aus­tausch zu ei­nem christ­li­chen im Blick auf die­se ge­sell­schaft­li­che Rea­li­tät nicht sinn­voll? Als Zei­chen der In­te­g­ra­ti­on und Wert­schät­zung un­ter­schied­li­cher Wel­t­an­schau­un­gen? Nicht je­des äu­ße­re Si­g­nal ist gleich als In­te­g­ra­ti­ons-Er­folg zu wer­ten (so zeig­ten Mus­li­me Un­ver­ständ­nis dar­über, warum ei­ne Ki­ta das St. Mar­tins­fest aus Rück­sicht auf sie in „Son­ne-Mond-und-Ster­ne- Fest“ um­tau­fen woll­te). Es ist gut, dass es ver­schie­de­ne Re­li­gio­nen und Wel­t­an­schau­un­gen gibt, sie sind ein Reich­tum. Aber es ist auch gut, sich der ge­schicht­lich-re­li­giö­sen Grund­la­gen des Lan­des, in dem man lebt, zu ver­ge­wis­sern. Die Be­deu­tung der be­ste­hen­den Fei­er­ta­ge neu zu ent­de­cken und im Aus­tausch mit an­de­ren Re­li­gi­ons­grup­pen und kon­fes­si­ons­lo­sen Men­schen mehr über ihr Le­ben und ihr Den­ken zu er­fah­ren, das wä­re sinn­voll.

Von Eva-Ma­ria Wer­ner

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Günter Michl aus Hofbieber: In Anbetracht dessen, dass Christen in den muslimischen Staaten verfolgt, unterdrückt und auch gemordet werden, sollte man erst einmal daran gehen, dass dort die Menschenrechte - und Würde gewahrt werden. Die Muslime haben in unserem Land alle Recht und Freiheiten und das ist im Vergleich zu ihren Heimatländern schon sehr viel. Und die neu entbrannte Diskussion, muslimische Lieder in katholischen Kirchen, in welch spinnenden Köpfen entstehen solche Ideen.


Elisabeth Gross aus Eppelborn: Unsere drei Groß-Feiertage – Weihnachten, Karfreitag, Ostern – würden wir weiterhin feiern. Die drei Feiertage, die übrig sind, überlassen wir den Moslimen, den Buddhisten, den Hindus. Mein Traum: Das große Pfingstfest würden wir weltweit mit allen Religionen gemeinsam feiern. Denn die ganze Menschheit ist doch von diesem Einen Großen Geist beseelt. Und wir brauchten uns nur von der Nächstenliebe anstecken lassen. Uns aufmachen sie so zu lieben, wie uns selbst.


Rosemarie Gut aus Karlsruhe: Solange der 5-jährige Mohammed in der Koranschule lernt, dass er mit dem 5-jährigen Michael nicht mehr spielen darf, weil Michael ungläubig und unrein ist, solange Minderheiten in moslemischen Ländern verfolgt und getötet werden, sollten wir uns nicht über einen muslimischen Feiertag Gedanken machen! Themen wie Menschenrechte, Religionsfreiheit, Würde und Rechte der Frauen und Demokratie wären wichtiger als Scharia. Ist der Islam wirklich ein „Reichtum“ für uns?!!


Gregor Böckermann aus 63263 Neu-Isenburg: In den 70-er/80-er Jahren hatten Christen in Algerien zu Ostern, Pfingsten, Weihnachten zusätzliche freie Tage. Warum ist so etwas im reichen Deutschland für Muslime nicht möglich?


Helmut Klecker: In Verantwortung vor unseren muslimischen Mitbürgern finde ich es sinnvoll, einen Feiertag für sie einzurichten. Es sollte darüber nachgedacht werden, ob dieser Feiertag mit einem christlichen Feiertag zusammengelegt werden kann.


Walter Quintus aus Nalbach-Saar: Meine Meinung: JA!!!!! Nicht nur aus Integrationsgründen, sondern auch als Weckzeichen für uns träge Christen in Europa. Drei christliche Zweitfeiertage (Ostermontag, Pfingstmontag und der 2. Weihnachtstag) ersatzlos streichen. Die so freigewordenen Feiertage nutzen für Muslime, Hindi und Buddhisten. Dies würde den Christen gut tun und den Bürgern mit anderen Religionszugehörigkeiten.




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