Vor­schau auf kon­ti­nen­te 02/2012

März/April 2012

Re­por­ta­ge aus Afg­ha­nis­tan: Das klei­ne Ein­ma­l­eins der Zu­kunft

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Text: Cars­ten Stor­mer; Fo­tos: Uli Rein­hardt, Zei­ten­spie­gel

In Afg­ha­nis­tan or­ga­ni­siert ein deut­scher Ma­the­ma­ti­ker Un­ter­richt in Mo­sche­en, vor al­lem für Mäd­chen. Sei­ne Ver­bün­de­ten sind die lo­ka­len Mul­lahs. Oh­ne Bil­dung sei Frie­den und wirt­schaft­li­cher Auf­schwung un­mög­lich, sa­gen sie. Am Ein­gang zur Mo­schee ste­hen Pan­tof­feln, Slip­per, San­da­let­ten und so­gar ein paar Stö­ckel­schu­he. Im Erd­ge­schoss und im ers­ten Stock sit­zen et­wa 300 Mäd­chen. Vor­ne die, die schon le­sen und sch­rei­ben kön­nen, 16, 17, manch­mal 20 Jah­re alt. In der Mit­te die­je­ni­gen, bei de­nen es noch ein bis­schen ha­pert, die Wör­ter nach Form und Län­ge im Ge­dächt­nis ab­spei­chern, aber kei­ne Buch­sta­ben le­sen kön­nen. Ganz hin­ten ho­cken die Kleins­ten, die noch zu jung für den Un­ter­richt sind, und se­hen ih­ren Schwes­tern beim Ler­nen zu. Pe­ter Schwit­tek lehnt an ei­ner Säu­le und er­zählt von ei­ner Rea­li­tät, die an­ders aus­sieht, als sich das die afg­ha­ni­sche Re­gie­rung und in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen vor­gau­keln: Von ei­nem Land, in dem zwar der Be­such staat­li­cher Schu­len kos­ten­los ist und Mäd­chen theo­re­tisch wie­der zur Schu­le ge­hen, das Aus­land Geld für Leh­rer be­reit­s­tellt und stän­dig neue Schu­len und Schul­bän­ke ge­baut wer­den. Aber auch da­von, dass die Leh­rer nur sch­lep­pend ih­ren Lohn be­zahlt be­kom­men und auf dem Land oft gleich gar nicht. „Sie wer­den auch nicht be­auf­sich­tigt und vie­le er­schei­nen erst gar nicht zum Un­ter­rich­t“, sagt er.

Re­por­ta­ge aus Äthio­pi­en:

Text: Frau­ke Mar­tin; Fo­tos: Uwe Mar­tin

Die in­ter­na­tio­na­len Mis­si­ons­ärzt­li­chen Schwes­tern ha­ben das Kran­ken­haus 1968 in At­tat, ei­nem klei­nen Dorf in der Re­gi­on Gu­ra­ge, ei­ner der ärms­ten Pro­vin­zen Äthio­pi­ens, ge­grün­det. Schwes­ter Dr. Ri­ta Schif­fer, ei­ne deut­sche Gy­nä­ko­lo­gin und die ärzt­li­che Di­rek­to­rin des Kran­ken­hau­ses sagt: „Wir stel­len die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung für ca. ei­ne Mil­li­on Men­schen si­cher, über­wie­gend ar­me Land­be­völ­ke­rung. Ei­ner un­se­rer Schwer­punk­te ist die Ge­burts­hil­fe.“
Das At­tat-Hop­si­tal ist ein Fa­mi­li­en-Kran­ken­haus. Hier dür­fen die oft ein bis zwei Ta­ges­mär­sche ent­fernt le­ben­den An­ge­hö­ri­gen ne­ben den Pa­ti­en­ten auf Mat­ten am Bo­den über­nach­ten. Denn die meis­ten der Pa­ti­en­ten sind zu arm, um sich ei­ne Un­ter­kunft im Dorf leis­ten zu kön­nen.

Hin­ter­grund: Sri Lan­ka - Der schwie­ri­ge Weg zum Frie­den

Von Kle­mens Lud­wig

Im Mai 2009 wur­de in Sri Lan­ka ein 30-jäh­ri­ger Bür­ger­krieg be­en­det, der knapp 100.000 Op­fer ge­for­dert hat. Doch noch im­mer ist es ein stei­ni­ger Weg zu Frie­den und Ver­söh­nung. Die über­wie­gend hin­du­is­ti­schen Ta­mi­len füh­len sich von der Mehr­heit der buddhis­ti­schen Singha­le­sen dis­kri­mi­niert. Die Re­gie­rung tut we­nig, um das Ver­trau­en der Ta­mi­len zu ge­win­nen, und sie be­nutzt die Re­li­gi­on, um ih­ren Herr­schafts­an­spruch durch­zu­set­zen. Im Nor­den ent­ste­hen buddhis­ti­sche Tem­pel, ob­wohl der Buddhis­mus dort kei­ne Wur­zeln hat. Die Chris­ten, ei­ne Min­der­heit von et­wa sie­ben Pro­zent, kön­nen sich dem Kon­f­likt nicht ent­zie­hen, doch schaf­fen sie ei­nen Raum, in die dem die ethisch-re­li­giö­sen Gren­zen auf­ge­ho­ben sind und Ver­söh­nung statt­fin­det.

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Burkina Faso: Mit dem Auf­bau ei­ner Klein­mol­ke­rei in Kou­dou­gou ha­ben sich Peul-Frau­en ei­ne Per­spek­ti­ve für die Zu­kunft ge­schaf­fen.

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