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Süd­s­u­dan

Hel­fer zwi­schen den Fron­ten

Der jüngs­te Staat der Welt ver­sinkt er­neut im Cha­os. Als der Süd­s­u­dan nach 22 Jah­ren Krieg 2011 die Un­ab­hän­gig­keit vom Nor­den er­klär­te, schi­en end­lich Ent­wick­lung mög­lich. Doch jetzt ist mit al­ten Kon­f­lik­ten ei­ne neue Wel­le der Ge­walt aus­ge­bro­chen. Au­gen­zeu­gen be­rich­ten.

Der Frie­den im Süd­s­u­dan stand von An­fang an auf tö­ner­nen Fü­ß­en. Wir­k­lich zur Ru­he kam das jüngs­te und zu­g­leich un­ter­ent­wi­ckels­te Land der Er­de in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten nicht. In den Pro­vin­zen Süd­kor­do­fan und Blue Ni­le an der Gren­ze zum Nor­den wird seit 2011 wie­der ge­kämpft, in der Pro­vinz Jon­g­lei herrsch­te nie wir­k­lich Nor­ma­li­tät. Seit De­zem­ber 2013 sind in Tei­len des Lan­des wie­der Kämp­fe aus­ge­bro­chen. Es gibt un­zäh­l­i­ge To­te, Hun­dert­tau­sen­de ha­ben ih­re Dör­fer ver­las­sen, vie­le, die ge­ra­de in ih­re Hei­mat zu­rück­keh­ren wol­len, sind er­neut in Pa­nik über die Gren­zen ge­f­lo­hen. Der blu­ti­ge Kon­f­likt zwi­schen der Mehr­heitseth­nie Din­ka, die Staats­prä­si­dent Sal­va Ki­ir hin­ter sich ve­r­eint, und der weit­größ­ten Volks­grup­pe der Nu­er mit Ki­irs ehe­ma­li­gem Stell­ver­t­re­ter Riek Machar an der Spit­ze, of­fen­bart viel tie­fer lie­gen­de Pro­b­le­me: al­te Ri­va­li­tä­ten, Ra­che­ge­lüs­te, Macht- und Geld­gier ei­ni­ger we­ni­ger. Wenn es nicht ge­lingt, die­se Brand­her­de zu lö­schen, wird der Süd­s­u­dan so sch­nell kei­nen Frie­den fin­den. Am meis­ten lei­den wie­der ein­mal die Ar­men, die ge­n­au­so wie un­se­re Part­ner vor Ort dro­hen, zwi­schen die Fron­ten zu ge­ra­ten.

Erleichtert: Marie Czernin mit ihrem Boarding-Pass. Foto:privat

Er­leich­tert: Ma­rie Czernin mit ih­rem Boar­ding-Pass für ei­ne Mi­li­tär­ma­schi­ne, mit der sie sch­ließ­lich aus­rei­sen konn­te.

Ju­ba, 16. De­zem­ber 2013

Mis­sio-Re­dakteu­rin Ma­rie Czernin:

Ich möch­te die Nacht in Ju­ba bei den Com­bo­ni-Mis­sio­na­ren ver­brin­gen und am nächs­ten Tag mit ei­ner klei­nen UN-Ma­schi­ne wei­ter nach West-Äqua­to­ria flie­gen. In der Nacht ist je­doch plötz­lich ein Kra­chen in der Fer­ne zu ver­neh­men, und im Mor­gen­grau­en hö­re ich hek­ti­sche Schrit­te vor dem Gar­ten­haus. Bru­der Bern­hard er­klärt beim Früh­s­tück, dass die gan­ze Nacht ge­schos­sen wur­de und der Flug­ha­fen be­reits ge­sperrt sei. Wir kön­nen nur ab­war­ten, wie sich die La­ge ent­wi­ckelt. Die Stra­ße vor dem Haus der Com­bo­nis ist von der süd­s­u­da­ne­si­schen Re­gie­rungs­ar­mee SP­LA (Su­dan Peop­le’s Li­be­ra­ti­on Ar­my) um­s­tellt. Sie be­wa­chen das Haus des Prä­si­den­ten, wo­durch auch wir ge­schützt sind und un­ser Quar­tier nicht ver­las­sen kön­nen. Die Schüs­se kom­men im­mer näh­er. Wir ver­neh­men das Auf­fah­ren der Ar­til­le­rie und den Lärm der Ma­schi­n­en­ge­weh­re, de­ren Muni­tio­nen in kur­zen Un­ter­b­re­chun­gen di­rekt hin­ter der Mau­er un­se­res Grund­stücks ab­ge­feu­ert wer­den. Kei­ner weiß so recht, warum ge­schos­sen wird. Es gab zu­vor kei­ne An­zei­chen da­für. All­mäh­lich si­ckern im In­ter­net ers­te Mel­dun­gen über ei­nen Put­sch­ver­such ge­gen Prä­si­dent Sal­va Ki­ir Ma­yar­dit durch. In den Ka­ser­nen der SP­LA sei es zu Kämp­fen zwi­schen den Din­kas, dem größ­ten Stamm im Süd­s­u­dan, dem auch der Prä­si­dent an­ge­hört, und den Nu­er, dem zweit­mäch­tigs­ten Stamm, ge­kom­men. Die Ar­mee sei ge­spal­ten. Rieck Machar, ein Nu­er, den Sal­va Ki­ir im Som­mer von sei­nem Amt als Vi­ze-Prä­si­dent ent­las­sen hat­te, ste­cke hin­ter dem An­schlag. Mir wird plötz­lich be­wusst, dass wir uns im Au­ge des Stur­mes be­fin­den und bei den Com­bo­nis si­che­rer sind als in frei­er Wild­bahn. Pa­ter Lu­is eilt trotz Le­bens­ge­fahr in das nächst­lie­gen­de Kran­ken­haus, um Blut zu spen­den und nach den Ver­letz­ten und den To­ten zu se­hen. Wäh­rend der Mes­se be­rich­tet er von Hun­der­ten to­ten und ver­letz­ten Zi­vi­lis­ten, die vor dem Ge­bäu­de auf dem Bo­den lie­gen, weil das Kran­ken­haus selbst be­reits über­füllt ist. Die UNO spricht von rund 50 Sol­da­ten, die in den ers­ten vier Ta­gen um­ge­kom­men sind.

Dorfleben: Pater Gregor mit Nuer-Rindern. Foto: privat

Dorf­le­ben: Pa­ter Gre­gor mit Nu­er-Rin­dern.

Phom, 2. Ja­nuar 2014

Com­bo­ni­pa­ter Gre­gor Sch­midt:

Ich bin im Re­bel­len­ge­biet der Nu­er im Nor­d­os­ten des Bun­des­staa­tes Jon­g­lei. Je­den Tag kom­men hun­der­te Men­schen, die vor der Re­gie­rungs­ar­mee flie­hen. Sie be­rich­ten, dass Män­ner um­stands­los er­schos­sen wer­den. Aber auch Frau­en und Kin­der sind nicht si­cher. Ich bin seit dem 4. Ad­vent in der Ka­pel­le in Phom und ha­be je­den Mor­gen nach dem Ge­bet ein Ar­beits­tref­fen mit Mi­cha­el, dem Ka­te­chis­ten. Heu­te er­zählt er mir von der Pre­digt ei­nes Pa­s­tors, der den Got­tes­di­enst­be­su­chern ver­si­chert hat, dass die Nu­er mit Je­su Hil­fe im Kampf ge­gen den Prä­si­den­ten und sein Volk, die Din­ka, sie­gen wer­den. Der christ­li­che Gott de­gra­diert zu ei­nem Stam­mes­gott…
Ich ant­wor­te Mi­cha­el, dass der „Sie­g“ im Sin­ne Je­su da­rin be­steht, dass sich Men­schen be­keh­ren – kon­k­ret, dass sich Nu­er und Din­ka ver­söh­nen wer­den. Ich fra­ge ihn, was er von der Weis­sa­gung des Pro­phe­ten Ngun­deng hält. Der leb­te vor knapp ei­nem Jahr­hun­dert und sag­te vor­aus, dass ein Nu­er im Sü­den des Su­dan die schwar­zen Völ­ker re­gie­ren wird. Er wird ein Links­hän­der mit ei­ner Zahn­lü­cke sein, Ei­gen­schaf­ten, die auf den Re­bel­len­füh­rer Riek Machar zu­tref­fen. Mi­cha­els Ant­wort lau­te­te: Wenn er auf Ge­walt an­ge­wie­sen ist, um Prä­si­dent zu wer­den, dann ist er von der Weis­sa­gung nicht ge­meint. Mi­cha­el ist ein Christ, ich spü­re, dass er Je­sus und sein Ver­söh­nungs­werk sich zu ei­gen ge­macht hat. Wäh­rend wir an die­sem Mor­gen Tee trin­ken, ex­p­lo­diert ei­ne Gra­na­te kei­ne 100 Me­ter von uns ent­fernt. Der Markt grenzt an das Grund­stück der Pfar­rei. Dort ist ein Sol­dat mit ei­nem Händ­ler in St­reit ge­ra­ten. Als Po­li­zis­ten dem Händ­ler zu Hil­fe kom­men, zün­det der Sol­dat ei­ne Hand­gra­na­te, die zwei Per­so­nen tö­tet und vie­le ver­letzt. Mir wird be­wusst, dass die fried­li­chen Ta­ge in Phom nicht selbst­ver­ständ­lich sind. Der Tä­ter wird noch am sel­ben Tag stand­recht­lich er­schos­sen. Al­le Sol­da­ten sol­len ver­ste­hen, dass sie sich ge­gen­über Zi­vi­lis­ten kor­rekt ver­hal­ten müs­sen.

Vertrauen schaffen: Schwester Rengis kämpft gegen die Verzweiflung. Foto: privat

Ver­trau­en schaf­fen: Schwes­ter Ren­gis kämpft ge­gen die Ver­zweif­lung.

Ju­ba, 15. Fe­bruar 2014

Schwes­ter Ren­gis Ma­ry, 43, Or­dens­frau der Daugh­ters of Ma­ry Im­ma­cu­la­te:

Ich bin seit drei Jah­ren im Süd­s­u­dan. Wir ar­bei­ten in 55 Dör­fern in und um Ju­ba. Durch har­te Ar­beit und in­ten­si­ve Be­su­che in den Dör­fern ha­ben wir ein gu­tes Ver­hält­nis zu den Ge­mein­den ent­wi­ckelt. Nach­dem wir das er­bärm­li­che Le­ben von Frau­en und Kin­dern ge­se­hen hat­ten, be­gan­nen wir mit ver­schie­de­nen Ent­wick­lung­s­pro­gram­men, mit Selbst­hil­fe- und Kin­der­grup­pen. Es kos­te­te uns zwei Jah­re har­te Ar­beit, bis die Men­schen lang­sam zu ver­ste­hen be­gan­nen, was un­se­re In­ten­ti­on war. Frau­en­grup­pen fin­gen an, Mi­kro­k­re­di­te be­reit­zu­s­tel­len, um ih­re Er­näh­rung zu ver­bes­sern und die Ar­mut zu ver­rin­gern. Un­se­re An­st­ren­gun­gen zeig­ten ge­ra­de ers­te Er­geb­nis­se, als inn­er­halb kür­zes­ter Zeit al­les zu­nich­te ge­macht wur­de. Wir wa­ren ver­zwei­felt. Das plötz­li­che Auf­b­re­chen des eth­ni­schen Kon­f­likts auf­grund von selbst­süch­ti­gen Mo­ti­ven der Po­li­ti­ker brach­te un­se­re Ar­beit zum Still­stand und hat ihr sehr ge­scha­det. Der jüngs­te Kon­f­likt hat ei­ni­ge tau­send To­te ge­for­dert und Hun­dert­tau­sen­de zu Flücht­lin­gen ge­macht. Vie­le Frau­en und Kin­der sind trau­ma­ti­siert; Ju­gend­li­che kämp­fen mit Hass und Schuld­ge­füh­len. Vie­le von ih­nen wa­ren nicht in der La­ge, den ver­bor­ge­nen Plan hin­ter dem Kon­f­likt zu ver­ste­hen. Fa­mi­li­en ha­ben ih­re An­ge­hö­ri­gen, ihr Hab und Gut, ih­re Ern­te ver­lo­ren. Sie sind ve­r­ängs­tigt. Jun­ge Frau­en und Mäd­chen le­ben mit der stän­di­gen Furcht vor se­xu­el­len Über­grif­fen. Vie­le Fa­mi­li­en sind in To­de­s­angst in den Busch ge­f­lo­hen und Tau­sen­de ha­ben in Flücht­lings­la­gern Zu­flucht ge­sucht. Übe­rall hö­ren wir die Sch­reie von Ver­wun­de­ten, Kran­ken, Ba­bys und Klein­kin­dern, die lei­den und Sch­reck­li­ches durch­ma­chen. Bei un­se­ren jüngs­ten Be­su­chen in den Dör­fern hör­ten wir Schuss­wech­sel. Wir konn­ten mit ei­ni­gen Frau­en sp­re­chen. Vie­le ha­ben Angst und kein Ver­trau­en mehr.

Vor der Evakuierung: Pater Raimundo (re.). Foto: privat

Vor der Eva­ku­ie­rung: Pa­ter Rai­mun­do (re.).

Leer, 20. Fe­bruar 2014

Com­bo­ni­pa­ter Rai­mun­do Ro­cha:

Am 29. Ja­nuar ka­men be­trun­ke­ne Sol­da­ten und woll­ten un­se­re Au­tos ha­ben. Das Kran­ken­haus und die Bür­os ver­schie­de­ner Or­ga­ni­sa­tio­nen wa­ren be­reits ge­plün­dert wor­den. In­zwi­schen war fast die gan­ze Zi­vil­be­völ­ke­rung ge­f­lo­hen. Wir er­fuh­ren, dass auch Re­bel­len aus der Re­gi­on Dar­fur im An­marsch wa­ren, die die Mis­si­on si­cher nicht re­spek­tie­ren wür­den. Wir be­sch­los­sen zu flie­hen. Im klei­nen Ort Be­er wähn­ten wir uns in Si­cher­heit. Doch dann ka­men SP­LA-Sol­da­ten und Dar­fur-Re­bel­len – sol­che Leu­te klop­fen nicht an die Tür, sie schie­ßen sie ein­fach auf. Wir nah­men, was wir tra­gen konn­ten, und rann­ten in den Busch. Ir­gend­wann wa­ren Pa­ter Er­nest und ich – die an­de­ren hat­ten wir aus den Au­gen ver­lo­ren – so er­sc­höpft, dass wir ein­fach auf dem Bo­den lie­gen blie­ben. Als zwei Vieh­hir­ten ka­men, ga­ben wir uns zu er­ken­nen. Sie hol­ten Re­bek­ka, ei­ne An­ge­hö­ri­ge der Kir­che des na­he­ge­le­ge­nen Or­tes. Sie nahm uns mit und brach­te uns zu den an­de­ren un­se­rer Grup­pe. Ei­ner un­se­rer ein­hei­mi­schen Be­g­lei­ter war ums Le­ben ge­kom­men. Wir er­fuh­ren auch, das zwei un­se­rer Au­tos ge­raubt und das drit­te von den Dar­fur-Sol­da­ten an­ge­zün­det wor­den war, weil es ih­nen nicht ge­lun­gen war, es zu star­ten. An ei­nem si­che­ren Ort mit­ten in ei­nem Sumpf­ge­biet blie­ben wir zwei Wo­chen. Au­ßer un­se­ren Klei­dern, ei­nem al­ten Lap­top und dem zur Fei­er der Eucha­ris­tie Not­wen­di­gen, hat­ten wir nichts mehr. Auf ei­nem im­pro­vi­sier­ten Al­tar fei­er­ten wir die Hei­li­ge Mes­se. Nach zwei Wo­chen wag­ten wir uns nach Leer zu­rück, die La­ge schi­en ru­hi­ger. Es brach uns fast das Herz, als wir die gan­ze An­la­ge der Mis­si­on mit Schu­len und dem Bil­dungs­zen­trum ge­plün­dert und zer­stört sa­hen. Nur die Kir­che hat­ten sie ver­schont. Am 20. Fe­bruar wur­den wir Mis­sio­na­re mit ei­nem Hub­schrau­ber der UN­MISS (Ve­r­ein­te Na­tio­nen im Süd­s­u­dan) von Leer nach Ju­ba ge­f­lo­gen.

Verschont: die Kirche in Old Fangak. Foto: privat

Ver­schont: die Kir­che in Old Fan­gak.

Old Fan­gak, 11. März 2014

Com­bo­ni­pa­ter Gre­gor Sch­midt:

Die­se Wo­che ist der cha­ris­ma­ti­sche Re­bel­len­füh­rer Ga­bri­el Tang Gat­wich („Tang-Gi­ny­e“), mit et­wa 1000 Sol­da­ten in Old Fan­gak an­ge­kom­men und von der Be­völ­ke­rung mit Ju­bel emp­fan­gen wor­den. Sie sind auf der Durch­rei­se nach Ma­la­kal, um den Nor­den des Lan­des fest un­ter der Kon­trol­le der Re­bel­len zu be­hal­ten. Tang-Gi­nye ist von kei­ner Au­to­ri­tät er­nannt wor­den. Sei­ne Sol­da­ten fol­gen ihm, weil sie ihm als ei­ne Art spi­ri­tu­el­ler Füh­rer ver­trau­en. Spi­ri­tua­li­tät und Krieg sind kei­ne Ge­gen­sät­ze nach al­ter Tra­di­ti­on. In der Ge­schich­te hat­ten meh­re­re Nu­er-Pro­phe­ten ei­ge­ne Kampf­ver­bän­de. Nach ei­ge­ner Schil­de­rung wa­ren die Sol­da­ten Tang-Gi­nyes vor ei­nem Mo­nat noch 3.000. Knapp 1.000 sind seit­dem in Ge­fech­ten mit der Re­gie­rung um­ge­kom­men. Tang-Gi­nye macht ei­nen sanft­mü­ti­gen und vor­neh­men Ein­druck. Heu­te hat er ei­nen Be­such in der Kir­che an­ge­kün­digt, denn er ist ka­tho­lisch. Er hat nicht um Er­laub­nis ge­fragt, son­dern uns durch ei­nen Sol­da­ten­sp­re­cher über das Tref­fen in­for­miert. So wis­sen wir nicht, was das Pro­gramm ist. Das Ein­zi­ge, um was wir bit­ten, ist, dass kei­ne Waf­fen in die Kir­che mit­ge­nom­men wer­den. So steht sei­ne Leib­wa­che vor dem Por­tal. Tang-Gi­nye ist ge­kom­men, um zu be­ten. Er sagt nichts über den Kon­f­likt; er er­wähnt sei­nen Wi­der­sa­cher, den Prä­si­den­ten Sal­va Ki­ir, nicht. Statt­des­sen er­zählt er uns, wie Gott ihn in ver­schie­de­nen Si­tua­tio­nen vor dem Tod be­wahrt hat. Glück­li­cher­wei­se for­dert er uns nicht zu ei­nem Se­gens­ge­bet auf. Aber er ist so­wie­so der Mei­nung, dass er schon ge­seg­net ist. Sein Be­such ist ein Dank an Gott. In den Für­bit­ten, an de­nen sich je­der be­tei­li­gen kann, wird un­ver­s­tellt für Got­tes Schutz im Kampf ge­gen die Re­gie­rung ge­be­ten, auch von un­se­ren Ka­te­chis­ten, den ka­tho­li­schen Ge­mein­de­lei­tern. Die Be­völ­ke­rung sieht in dem Re­bel­len­kampf den glei­chen Frei­heits­kampf wie ge­gen die Re­gie­rung in Kar­t­ho­um. Da­bei hat Tang-Gi­nye ei­ne sehr am­bi­va­len­te Rol­le im Süd­s­u­dan. Er hat sich in der Ver­gan­gen­heit so­wohl mit der ara­bi­schen Re­gie­rung wie mit der geg­ne­ri­schen SPLM ver­bün­det. Er hat Massa­ker ver­übt und Kin­der­sol­da­ten re­kru­tiert. Sei­ne Sol­da­ten ha­ben Zi­vi­lis­ten ter­r­o­ri­siert und sind ver­ant­wort­lich für Ver­ge­wal­ti­gun­gen und Ver­s­tüm­me­lun­gen. We­nigs­tens wis­sen sie sich in Old Fan­gak zu be­neh­men und plün­dern nicht. Am En­de des Ge­be­tes wer­den noch Fo­tos ge­macht. Al­le sind herz­lich und aus­ge­las­sen. Wie hät­ten wir Mis­sio­na­re uns ver­hal­ten sol­len? Jetzt ist auch die lo­ka­le Kir­che ein Be­für­wor­ter des Krie­ges.

Text­re­cher­che und -be­ar­bei­tung: Bea­trix Gram­lich, Eva-Ma­ria Wer­ner


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