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Un­ter­wegs in ... Thai­land, Kam­bod­scha und In­do­ne­si­en

kon­­­­ti­­­­nen­­­­te-Re­dak­teu­rin Eva-Ma­ria Wer­ner ist ge­­­­mein­­­­sam mit dem Fo­to­­­­gra­­­­fen Fritz Stark in Asi­en auf Re­cher­che­r­ei­­­­se. Von ih­­­­ren Er­­­­le­b­­­­nis­­­­sen vor Ort be­rich­­­­ten sie im kon­­­­ti­­­­nen­­­­te-Rei­­­­se­ta­­­­ge­buch.

Tex­te: Eva-Ma­ria Wer­ner; Fo­tos: Fritz Stark

Foto: Stark

11. Ju­li 2014

Töd­li­che Ba­na­nen

Auf un­se­rer Fahrt durch die Re­gi­on Ko­di fällt uns am Stra­ßen­rand ein ver­wüs­te­tes Ba­na­nen­feld auf. Wir stei­gen aus, um uns die Stümp­fe, aus de­nen schon wie­der fri­sches Grün sprießt, und die ver­rot­ten­den Stau­den näh­er an­zu­se­hen. In ei­ni­gen Stümp­fen hat sich ei­ne schwärz­li­che, dick­flüs­si­ge Brühe an­ge­sam­melt. Ro­bin­son Ba­ta­ri, ein Grund­schul­leh­rer, der na­he des Fel­des mit Be­kann­ten pa­la­vert und ganz passa­bel Eng­lisch spricht, er­klärt uns den Hin­ter­grund. „Im Ja­nuar ha­ben sich die vol­len Stau­den zur Er­de ge­neigt. Man­che sind durch­ge­fault und ab­ge­bro­chen. Die Früch­te stan­ken.“ Als ei­ne kom­p­let­te Fa­mi­lie, die von den Ba­na­nen des Fel­des ge­ges­sen hat­te, starb, wa­ren die Men­schen alar­miert und schlu­gen al­le Ba­na­nen­stau­den um. Noch ist der Be­fund der Pflan­zen­krank­heit nicht be­stä­tigt, aber die An­woh­ner sp­re­chen von ei­ner „Ba­na­nen­pest“, aus­ge­löst durch Lar­ven, die durch den Bo­den in die Pflan­ze krie­chen und die­se von in­nen her­aus zer­stö­ren. Das Feld wird wohl noch ei­ni­ge Zeit brach lie­gen. Erst wenn das kran­ke Ma­te­rial ver­rot­tet und neue Stau­den gepflanzt sind, kön­nen die Men­schen wie­der ern­ten.

Foto: Stark

9. Ju­li 2014

Ein Haus für Tie­re, Men­schen, Geis­ter

Ein tra­di­tio­nel­les Sum­ba-Haus be­steht aus drei Eta­gen. Un­ten le­ben die Tie­re: Hüh­ner, Schwei­ne und Pfer­de in je ab­ge­t­renn­ten Be­rei­chen. Über die ba­le ba­le, das sind sehr brei­te Stu­fen aus Bam­bus, ge­lan­gen die Men­schen ins Haus, in die ers­te Eta­ge. Hier gibt es kei­ne Fens­ter, Licht fällt nur durch den Haupt­ein­gang und ei­ne klei­ne Tür auf der ge­gen­über lie­gen­den Sei­te, hin­ter der die Frau­en den Ab­wasch ma­chen. In der Mit­te des Hau­ses be­fin­det sich die Koch­s­tel­le, drum her­um lie­gen ab­ge­t­rennt die Schlafräu­me. Oft le­ben Gro­ßel­tern, El­tern und Kin­der in ei­nem ein­zi­gen Haus. Das Le­ben spielt sich tags­über vor al­lem drau­ßen auf der ba­le ba­le ab. Hier we­ben und ko­chen die Frau­en, ru­hen sich die Kin­der und al­ten Men­schen aus. Hier wer­den Ko­kos­nüs­se ge­köpft und tref­fen sich die Nach­barn zum Pa­la­vern. Im steil nach oben ra­gen­den Dach ist die Wohn­statt der Geis­ter. Zu­tritt st­reng ver­bo­ten. Ein­ge­weih­te wis­sen, dass es dort au­ßer Haar­bü­scheln und ein paar Kno­chen nichts wei­ter zu se­hen gibt. Ein tra­di­tio­nel­les Sum­ba-Dorf sieht von au­ßen ar­cha­isch und ro­man­tisch aus, das Le­ben der Men­schen dort aber ist hart und bie­tet we­nig Ab­wechs­lung. Die Sum­ba­ne­sen rich­ten ihr Le­ben noch im­mer nach dem Adat, dem ural­ten Brauch­tum, aus, was vie­le aber zu­neh­mend als er­drü­cken­de Last emp­fin­den. Die Op­fer­kul­tur ist bru­tal und führt da­zu, dass sich die Fa­mi­li­en ver­schul­den und in Ab­hän­gig­keit le­ben müs­sen.

In Flaschen wird auf Sumba Benzin für Motorroller angeboten. Foto: Stark

8. Ju­li 2014

Fla­schen-Tank­s­tel­le

Ei­ne ein­fa­che, 150 Ki­lo­me­ter lan­ge Teer­stra­ße ist die Haupt­ver­kehr­sa­der auf der In­sel Sum­ba. Sie führt vom nord­west­lich ge­le­ge­nen Tam­bol­a­ka nach Wain­ga­pu im Os­ten. An bei­den Or­ten gibt es klei­ne Flug­hä­fen. Wir sind auf der Fahrt nach Ka­ti­ku Lo­ku zum „Pu­s­Pas“, dem Pa­s­to­ral- und Bil­dungs­zen­trum der ein­zi­gen Diöze­se auf Sum­ba, als uns am Stra­ßen­rand im­mer wie­der klei­ne Holz­re­ga­le auf­fal­len. In ih­nen ste­hen Fla­schen mit ei­ner gelb­li­chen Flüs­sig­keit: Ben­zin. Es sind Tank­s­tel­len für die Mo­tor­rol­ler. Vie­le Fa­mi­li­en ver­su­chen, mit dem Ver­kauf von Ben­zin ein we­nig Geld zu ver­die­nen. Die meis­ten sind sehr arm und ar­bei­ten als Bau­ern aus­sch­ließ­lich für den Ei­gen­be­darf. Manch­mal reicht aber auch das nicht, um al­le Fa­mi­li­en­mit­g­lie­der satt zu be­kom­men. Es scheint al­ler­dings frag­lich, ob das Zu­satz­ge­schäft sich tat­säch­lich lohnt. Denn die Fla­schen-Tank­s­tel­len sind nur we­ni­ge hun­dert Me­ter von­ein­an­der ent­fernt. Das An­ge­bot ist groß. Und die Nach­fra­ge?

Foto: Stark

7. Ju­li 2014

En­ge Ver­bin­dung zwi­schen Tod und Le­ben

Die Sum­ba­ne­sen be­er­di­gen ih­re To­ten di­rekt bei ih­rem Wohn­haus. Ein­fa­che Leu­te wer­den in sch­lich­ten Steins­är­gen be­er­digt, han­delt es sich um be­deu­ten­de Per­sön­lich­kei­ten wie den Dorf­chef, sind die nie­d­ri­gen Steins­är­ge mit ei­ner Art Stein­dach um­spannt. Stirbt ein Mensch, wird er in sei­nem Haus auf­ge­bahrt. Die üb­ri­gen Be­woh­ner ver­las­sen es so lan­ge, bis der Leich­nam sein Was­ser ver­lo­ren hat und in sich zu­sam­men­sinkt. An­sch­lie­ßend wird er in Em­bryo­stel­lung ho­ckend in den Steins­arg ge­setzt. So wie der Mensch auf die Welt kommt soll er sie auch wie­der ver­las­sen – das for­dert das Brauch­tum. Wer es sich leis­ten kann, stellt ei­ne Ste­le ne­ben die Gr­ab­stät­te, auf der das Le­ben und Wir­ken der Ver­s­tor­be­nen ge­wür­digt wird. Ein be­son­ders sc­hö­nes Ex­em­plar sum­ba­ne­si­scher Be­stat­tungs­kul­tur se­hen wir in dem klei­nen Ort Wai­ma­nu. Die in den Stein ge­mei­ßel­ten Sze­nen der präch­ti­gen Ste­le „le­sen“ sich wie ein Buch und ge­ben vie­le In­for­ma­tio­nen über den ver­s­tor­be­nen Dorf­chef preis: Er hat­te zwei Frau­en, ging ger­ne auf die Jagd und moch­te Pfer­de. Er war ein ver­hält­nis­mä­ß­ig rei­cher Mann, der vie­le Was­ser­büf­fel und wert­vol­le Sch­muck­stü­cke be­saß. In ei­ner Ge­sell­schaft, in der vie­le Men­schen An­al­pha­be­ten sind, ha­ben sol­che Bild­in­for­ma­tio­nen ei­ne gro­ße Be­deu­tung.

Plakat zur Präsidentschaftswahl in Indonesien. Foto: Stark

6. Ju­li 2014

In­do­ne­si­en vor der Prä­si­dent­schafts­wahl

Am 9. Ju­li wählt In­do­ne­si­en ei­nen neu­en Prä­si­den­ten. Da der Amts­in­ha­ber nicht mehr kan­di­die­ren darf, be­wer­ben sich zwei neue Kan­di­da­ten: der kon­ser­va­ti­ve Pr­a­bo­wo Su­bian­to, der von sei­nen An­hän­gern als „Kriegs­be­fehls­ha­ber der Mus­li­me“ be­zeich­net wird, und der mo­de­ra­te Jo­ko­wi Wi­do­do, der we­gen sei­nes Aus­se­hens und Ver­hal­tens ger­ne mit Oba­ma ver­g­li­chen wird und der den Plu­ra­lis­mus im Land ver­tei­di­gen möch­te. So­wohl in Ja­kar­ta als auch in klei­nen Dör­fern auf ab­ge­le­ge­nen In­seln wie Sum­ba sprin­gen uns die Wahl­pla­ka­te ins Au­ge. Gro­ße Zif­fern ge­ben Ori­en­tie­rung.

Foto: Stark

Die eins steht für Pr­a­bo­wo, die zwei für Jo­ko­wi. In der „Ja­kar­ta Post“ sind Geist­li­che mit ih­ren Ge­be­ten ab­ge­druckt, die für den ein oder an­de­ren Kan­di­da­ten wer­ben. Und ein Auf­ma­cher auf Sei­te drei zeigt Pr­a­bo­wo und Jo­ko­wi, wie sie vor dem Chef der Wahl­kom­mis­si­on ihr Ver­mö­gen of­fen­le­gen. Mit 105.892.190.000 Ru­pi­en (um­ge­rech­net et­wa 5.500.000 Eu­ro) liegt der Hard­li­ner, der einst sei­ne Mi­li­tär­kar­rie­re be­en­den muss­te, weil er an der Ent­füh­rung von de­mo­k­ra­ti­schen Ak­ti­vis­ten be­tei­ligt war, weit vor sei­nem Kon­tra­hen­ten (mit um­ge­rech­net 20.148 Eu­ro). Chris­ten und an­de­re Min­der­hei­ten hof­fen auf ei­nen Sieg Jo­ko­wis. Er soll si­cher stel­len, dass in In­do­ne­si­en, dem Land, in dem die meis­ten Mus­li­me le­ben, die in der Staats­phi­lo­so­phie „Pan­ca­si­la“ pro­pa­gier­te Re­li­gi­ons­f­rei­heit nicht nur auf dem Pa­pier be­steht.

Genozid-Museum in Kambodscha. Foto: Stark

5. Ju­li 2014

Trau­ma­ti­sche Ge­schich­te

Mit­ten in der In­nen­stadt von Ph­nom Penh liegt von Mau­ern und Sta­cheldraht um­ge­ben das ehe­ma­li­ge Fol­ter­ge­fäng­nis der „Ro­ten Kh­mer“. Hier wur­den tau­sen­de Ge­fan­ge­ne zwi­schen 1975 bis 1979 auf grau­sams­te Wei­se ge­fol­tert. Das Ziel des da­ma­li­gen Herr­schers, dem „Bru­der Num­mer 1“ Pol Pot, war es, in Kam­bod­scha ein kom­mu­nis­ti­sches Re­gi­me zu er­rich­ten, ein ega­li­tä­res Bau­ern­land. Er ließ die Städ­te ent­völ­kern, ver­ord­ne­te Zwangs­ar­beit auf dem Land. Un­ter­neh­mer, Mön­che und In­tel­lek­tu­el­le gal­ten als Staats­fein­de, wur­den ver­haf­tet und um­ge­bracht. Es ist be­zeich­nend, dass Pol Pot sein Fol­ter­ge­fäng­nis Tuol Sleng aus­ge­rech­net in ei­ner ehe­ma­li­gen High School ein­rich­te­te. Heu­te ist der Ort des Sch­re­ckens ein Mu­se­um. Di­rekt am Ein­gang ste­hen die La­ger­re­geln. Den Ge­fan­ge­nen war es ver­bo­ten, wäh­rend der Fol­ter zu sch­rei­en, mit­ein­an­der Kon­takt auf­zu­neh­men, ir­gend­ei­nen Lärm zu ver­ur­sa­chen oder nach­zu­den­ken, be­vor sie Ant­wor­ten ge­ben muss­ten. Wir wer­den als Be­su­cher beim Ein­tritt zum Schwei­gen auf­ge­for­dert. Ei­ne be­drü­cken­de At­mo­sphä­re liegt über dem Ort. In man­chen der Räu­me steht ein vor sich hin ros­ten­des Bett­ge­s­tell, dar­auf ei­ser­ne Fuß­f­es­seln und an den Wän­den hän­gen Fo­tos, die ge­schun­de­ne Kör­per zei­gen. In an­de­ren Räu­men zeu­gen win­zi­ge Zel­len aus ro­ten Back­stei­nen und die Aus­stel­lung der Fol­ter­werk­zeu­ge von den grau­sa­men Le­bens­be­din­gun­gen. Fo­to­do­ku­men­ta­tio­nen und die Ge­schich­ten von we­ni­gen Über­le­ben­den ge­ben ei­nen ein­drucks­vol­len und er­schüt­tern­den Ein­blick in das La­ger­le­ben. Die kam­bod­scha­ni­sche Be­völ­ke­rung ist teil­wei­se noch heu­te trau­ma­ti­siert von der Ver­gan­gen­heit. Erst in jüngs­ter Zeit hat sie mit der Au­f­ar­bei­tung be­gon­nen. So kom­men mehr und mehr Schul­klas­sen nach Tuol Sleng, um sich di­rekt mit der blu­ti­gen Ge­schich­te au­s­ein­an­der­zu­set­zen, die erst durch den viet­na­me­si­schen Ein­marsch 1979 ein En­de fand. Die Pro­zes­se, die vor dem von der UN ein­ge­rich­te­ten „Tri­bu­nal-Kh­mer-Rou­ge“ die Ver­b­re­chen au­f­ar­bei­ten und die Tä­ter be­stra­fen sol­len, lau­fen al­ler­dings zäh.

Noulee vor ihrem wandernden Haus. Foto: Stark

2. Ju­li 2014

Wan­dern­de Häu­ser

Nou­lee wohnt in ei­nem Haus, das erst vor we­ni­gen Mo­na­ten fer­tig­ge­s­tellt wur­de. Der Bau kos­te­te um­ge­rech­net et­wa 3600 Eu­ro. Das Geld kommt von Nou­lees Toch­ter, die in ei­ner Tex­til­fa­brik in Ph­nom Penh ar­bei­tet. Die Häu­ser, die wir auf un­se­rer Fahrt durch die länd­li­che Pro­vinz Takeo in Kam­bod­scha se­hen, be­ste­hen aus Holz oder ge­trock­ne­ten Palm­blät­tern. Sie ste­hen auf Holz- oder Ze­mentp­fos­ten, die Trep­pe führt von au­ßen in die obe­re Eta­ge, um Platz zu spa­ren. Tags­über spielt sich das Le­ben der Men­schen in der schat­ti­gen, frei­en Fläche un­ter dem ei­gent­li­chen Haus ab. Hier ko­chen sie oder ent­span­nen in Hän­ge­mat­ten. Wenn die Fa­mi­lie wächst und die Kin­der ein ei­ge­nes Haus ha­ben möch­ten, kön­nen die El­tern mit ih­rem ein­fach ein paar Me­ter wei­ter wan­dern. Sie neh­men das Haus mit den Holzp­fos­ten und tra­gen es dort­hin, wo sie von nun an le­ben möch­ten. Sind die Pfos­ten aus Ze­ment, blei­ben sie ste­hen und die Kin­der set­zen ei­nen neu­en Holz­bau dar­auf. Meist lie­gen die Wohn­häu­ser ei­ner Groß­fa­mi­lie nur we­ni­ge Me­ter von­ein­an­der ent­fernt.

Jungen bereiten sich auf den traditionellen kambodschanischen Segenstanz vor. Foto: Stark

1. Ju­li 2014

Bil­dung für Kör­per und Geist

Für manch ei­nen der klei­nen Jun­gen ist es ei­ne wir­k­li­che Her­aus­for­de­rung: Was aus­sieht wie ei­ne Yo­ga­übung ist die Vor­be­rei­tung auf ei­nen tra­di­tio­nel­len kam­bod­scha­ni­schen Se­gen­stanz. Die­ser zeich­net sich durch lang­sa­me, ge­sch­mei­di­ge Be­we­gun­gen aus, zu de­nen Se­gens­wün­sche ge­sun­gen wer­den. Der Un­ter­richt im tra­di­tio­nel­len Tanz ist ein Teil des Pro­gramms, das die „Töch­ter der Nächs­ten­lie­be“, ein Schwes­tern­or­den, für Kin­der von Tex­til­ar­bei­te­rin­nen in Kam­bod­schas Haupt­stadt Ph­nom Penh an­bie­ten. Dort, wo in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren un­zäh­l­i­ge Fa­bri­ken an­ge­sie­delt wur­den, le­ben vie­le Kin­der auf der Stra­ße oder wer­den im Zim­mer ein­ge­sch­los­sen, wäh­rend ih­re El­tern für ei­nen Hun­ger­lohn an der Näh­ma­schi­ne sit­zen. Das „Lin­dal­va Cen­ter“ der Schwes­tern ist das ein­zi­ge im In­du­s­trie­ge­biet Po­chen­tong, das sich der Kin­der an­nimmt. „Noch ist es ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein“, sagt Schwes­ter Eu­lie, die das Zen­trum ger­ne ver­grö­ß­ern möch­te. „Die Kin­der sind wiss­be­gie­rig und ler­nen sch­nell. Sie brau­chen Un­ter­stüt­zung.“

Foto: Stark

30. Ju­ni 2014

Fas­zi­na­ti­on frem­de Kul­tur

Of­fen­sicht­lich ist die Neu­gier auf bei­den Sei­ten groß, als sich Tou­ris­tin­nen aus dem Wes­ten und buddhis­ti­sche Mön­che im Wat Pho Tem­pel in Bang­kok über den Weg lau­fen. Sie hal­ten ih­re Be­geg­nung ge­gen­sei­tig mit Ka­me­ra und I-Pho­ne fest. Ge­ne­rell zei­gen sich die Mön­che of­fen und las­sen sich gern fo­to­gra­fie­ren. Sie ha­ben ein ho­hes An­se­hen in der Ge­sell­schaft, müs­sen aber auch vie­le Re­geln be­fol­gen, ins­ge­s­amt 227. So ist es ih­nen bei­spiels­wei­se ver­bo­ten, nach zwölf Uhr mit­tags noch ei­ne Mahl­zeit zu sich zu neh­men oder ir­gendet­was zu neh­men, das ih­nen nicht an­ge­bo­ten wur­de. Sie sor­gen nicht selbst für ih­ren Un­ter­halt son­dern le­ben von Spen­den. Im Bus ha­ben sie ei­ge­ne Sitz­plät­ze und im Sky Train wird dar­um ge­be­ten, ih­nen den Platz zu über­las­sen. Man­che Mön­che blei­ben ein Le­ben lang im Klos­ter, an­de­re sind bloß „Mön­che auf Zeit“, um ihr Kar­ma zu ver­bes­sern. Die Far­be ih­rer Ro­be va­ri­iert je nach Rich­tung des Buddhis­mus und Land. Die Leh­re des thai­län­di­schen Thera­va­da-Buddhis­mus sagt, dass nur ein Mönch das Nir­wa­na er­rei­chen kann.

Eine Angestellte des Phaya Thai Krankenhauses entzündet vor Dienstbeginn ein paar Räucherstäbchen. Foto: Stark

27. Ju­ni 2014

Jas­min­duft für den Buddha

Sie ste­hen vor gro­ßen Wohn­kom­ple­xen, öf­f­ent­li­chen Ge­bäu­den und auf Dächern klei­ner Pri­vat­woh­nun­gen: die „San-pra-phoom“, die Häu­ser der Geis­ter. Far­ben­froh und mit Gir­lan­den ge­sch­mückt fal­len sie übe­rall in Bang­koks Stadt­bild auf. Die Thai­län­der er­bit­ten von den Geis­tern Schutz für ih­re Häu­ser und Woh­nun­gen. Je­den Mor­gen brin­gen sie ih­nen des­halb Was­ser, Früch­te, Blu­men oder Weih­rauch dar (un­ser Fo­to zeigt ei­ne An­ge­s­tell­te des Pha­ya Thai Kran­ken­hau­ses, die vor Di­enst­be­ginn ein paar Räu­cher­stäb­chen ent­zün­det). Buddhis­ti­sche und ani­mis­ti­sche Vor­stel­lun­gen kom­men bei die­ser Form der Volks­fröm­mig­keit zu­sam­men: Die Geis­ter­häu­schen be­her­ber­gen Göt­ter­fi­gu­ren, den Buddha, klei­ne Tier- oder Men­schen­bild­nis­se. Be­son­ders be­liebt als Ge­schen­ke sind üb­ri­gens klei­ne Kränz­chen aus Jas­min, die man an je­der Stra­ßene­cke bei Händ­lern kau­fen kann. Auch wenn die Blu­men be­tö­rend duf­ten, bes­ser nicht da­ran schnup­pern! Der Wohl­ge­ruch ist ei­ne Ga­be für den Buddha.

Der Thailänder Tanachart Rabobkitkarndee ist ein glühender Fan der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Foto: Stark

Ta­nach­­art Ra­­bo­b­kit­­karn­­dee ist ein glüh­en­­der Fan der deu­t­­schen Na­­ti­o­­nal­­man­n­­schaft.

26. Ju­ni 2014

Ta­nach­art hofft auf WM-Sieg der
Deut­schen

Gleich nach un­se­rer An­kunft in Bang­kok sind wir mit Mit­ar­bei­tern des Je­sui­ten-Flücht­lings­di­ens­tes zum Mit­ta­ges­sen ver­ab­re­det. Ein Mann sticht mit sei­nem T-Shirt so­fort her­vor. Ein St­rei­fen aus schwarz-rot-gold zieht sich qu­er über sei­ne Brust, dar­un­ter das Wort „Ger­many“. Kei­ne Fra­ge, Ta­nach­art Ra­bob­kit­karn­dee ist ein glüh­en­der Fan der deut­schen Na­tio­nal­mann­schaft. „Ich be­wun­de­re be­son­ders die Dis­zi­p­lin und die gu­te Team­ar­beit der deut­schen Spie­ler“, nennt er oh­ne zu zö­gern die wich­tigs­ten Kri­te­ri­en, die sei­ner Mei­nung nach die Qua­li­tät der Mann­schaft aus­ma­chen. Lahm, Mül­ler und Öz­il sind sei­ne Lie­b­lings­spie­ler. Für sie ver­zich­tet er gern auf ein paar Stun­den Schlaf, denn wenn er die Ki­cker wäh­rend der WM li­ve er­le­ben will, muss er mit­ten in der Nacht den Fern­se­her ein­schal­ten. Zeit­lich ge­se­hen liegt Thai­land zehn Stun­den vor Bra­si­li­en. Na­tür­lich hofft Ta­nach­art auf ei­nen Sieg der deut­schen Mann­schaft. „Wenn sie ge­winnt, sto­ße ich dar­auf mit Pau­la­ner an“, sagt er mit ei­nem Au­gen­zwin­kern.




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