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Monastische Gemeinschaft von Jerusalem. Foto: Fritz Stark

Mön­che in der Stadt­wüs­te

Die Mo­nas­ti­schen Ge­mein­schaf­ten von Je­ru­sa­lem tei­len ihr Le­ben mit den Städ­tern.
Sie schaf­fen Oa­sen der Stil­le und des Ge­be­tes im All­tag, seit 2009 auch in Köln.

Text: Eva-Ma­ria Wer­ner; Fo­tos: Fritz Stark

Wenn die Schwes­tern Ma­rie- Bé­né­dic­te, An­ne-Clai­re und Katha­ri­na durch die Köl­ner Alt­stadt und am Rhei­n­u­fer ent­lang spa­zie­ren, fol­gen ih­nen neu­gie­ri­ge Bli­cke. Tou­ris­ten in den Ca­fés, Ge­schäfts­leu­te auf dem Weg zur Ar­beit und Frau­en, die ei­nen Kin­der­wa­gen vor sich her­schie­ben, wer­den auf die Or­dens­frau­en im hell­blau­en Ha­bit mit wei­ßem Sch­lei­er auf­merk­sam. „Wir wis­sen nicht, was die Men­schen den­ken, wenn sie uns se­hen, aber sie neh­men uns wahr und vi­el­leicht löst un­ser ein­fa­ches Da-Sein schon ein Nach­den­ken aus“, sagt An­ne-Clai­re. „Auf den ers­ten Blick wird klar, dass wir jun­ge Frau­en sind, die zu Gott ge­hö­ren.“ Kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit in ei­ner zu­neh­mend säk­u­la­ri­sier­ten Ge­sell­schaft, der viel da­ran ge­le­gen ist, re­li­giö­se Sym­bo­le mehr und mehr in den pri­va­ten Be­reich zu­rück­zu­drän­gen. Prä­sent sein, als Städ­ter mit­ten un­ter den Städ­tern le­ben in den grö­ß­er wer­den­den Bal­lungs­räu­men, das ist die Auf­ga­be der Schwes­tern und Brü­der der Mo­nas­ti­schen Ge­mein­schaf­ten von Je­ru­sa­lem. „Wir ge­hen nicht hin­aus auf die Stra­ße, um die Men­schen zu mis­sio­nie­ren“, sagt An­ne-Clai­re, „aber wir tei­len sicht­bar un­ser Le­ben mit ih­nen.“

Deut­lichs­ter Aus­druck da­für ist die Halb tags­be­schäf­ti­gung, der die Brü­der und Schwes­tern nach­ge­hen. Wie je­der an­de­re ma­chen sich die Or­dens­leu­te nach ih­rer Aus­bil­dung oder dem Stu­di­um auf Ar­beits­su­che. Kurz nach­dem die Ge­mein­schaft im April 2009 ei­ne Nie­der­las­sung in Köln ge­grün­det hat, hat sich die Fran­zö­sin und stu­dier­te Ju­ris­tin An­ne-Clai­re beim Kauf­haus „Ma­nu­fac­tum“ be­wor­ben. Seit gut vier Jah­ren ar­bei­tet sie nun dort und ist vor al­lem zu­stän­dig für Pro­duk­te der Klos­ter­ab­tei­lung. Aber sie be­rät auch Kun­den, die sich für Le­der­wa­ren, Möb­el, Blech­spiel­zeug, Büro­ma­te­rial oder Küche­nu­ten­si­li­en in­ter­es­sie­ren.

Aus Neu­gier vie­le Fra­gen ge­s­tellt

Die Theo­lo­gin und Schwes­ter Ma­rie-Bé­né­dic­te ist in der christ­li­chen Buch­hand­lung Kö­sel auf dem Ron­cal­li­platz an­ge­s­tellt. Ih­re Che­fin Hil­de­gard Barth ist froh, die 28-Jäh­ri­ge mit im Team zu ha­ben. Dass Ma­rie-Bé­né­dic­te auch wäh­rend der Ar­beit in der Buch­hand­lung ih­ren Ha­bit trägt, ist für die Ge­schäfts­füh­re­rin gar kein Pro­b­lem, im Ge­gen­teil: „Das ist doch au­then­tisch.“ Auch An­ne-Clai­re trägt bei Ma­nu­fac­tum ih­re Or­dens­k­lei­dung. In ei­nem säk­u­la­ren Um­feld ist das ein Hin­gu­cker, aber ein be­wusst ge­woll­ter. Nicht sel­ten kommt sie zwi­schen bre­to­ni­schen Kro­kant­pra­li­nen, Ge­würz­tra­mi­ner und wert­vol­len Sch­mie­de­ar­bei­ten mit Kun­den ins Ge­spräch dar­über, warum sie das Or­dens­le­ben ge­wählt hat, was die­ses Le­ben aus­macht und warum sie als Ver­käu­fe­rin ar­bei­ten geht, um ih­ren Le­bens­un­ter­halt zu ver­die­nen.

„Kürz­lich sag­te mir ein Mann, dass er hier zum ers­ten Mal in sei­nem Le­ben mit ei­ner Or­dens­frau ge­spro­chen hät­te“, sagt An­ne- Clai­re. Von der Ge­schäfts­füh­rung ist es aus­drück­lich er­wünscht, dass sie in­ter­es­sier­ten Kun­den Aus­kunft gibt, auch über die rein fach­li­che Be­ra­tung hin­aus. Im Kol­le­gen­kreis ist An­ne-Clai­re neu­gie­rig und of­fen auf­ge­nom­men wor­den. „Sie ist mei­ne Lie­b­lings­kol­le­gin“, sagt Hi­na Chugh, die ur­sprüng­lich aus Afg­ha­nis­tan kommt. „Ich bin Hin­du und weiß nicht viel über das Chris­ten­tum. Des­halb ha­be ich An­ne-Clai­re vie­le Fra­gen ge­s­tellt. Es ist span­nend und ich ha­be auch schon die Kir­che be­sucht, in der die Mo­nas­ti­schen Ge­mein­schaf­ten be­ten.“

Die Schwes­tern und Brü­der, die in den un­ter­schied­lichs­ten Be­ru­fen ar­bei­ten – als Leh­rer, Gra­fi­ker, Ar­chi­tekt, Ver­käu­fer, In­for­ma­ti­ker, Buch­hal­ter oder Arzt – pas­sen ih­ren Le­bens- und Ge­bets­rhyth­mus be­wusst dem Rhyth­mus der Stadt an. Trotz­dem sind sie auf das Ent­ge­gen­kom­men ih­rer Ar­beit­ge­ber an­ge­wie­sen. „Wir ste­hen nur halb­tags zur Ver­fü­gung, sind mon­tags we­gen un­se­res Wüs­ten­ta­ges nicht da und auch nicht im Au­gust. Das ist der Mo­nat der Rek­rea­ti­on“, sagt Ma­rie-Bé­né­dic­te. „Da ver­lan­gen wir ih­nen schon ei­ni­ges ab!“

Kei­ne Welt­flucht für Gott

Zum Stun­den­ge­bet am Mor­gen, Mit­tag und Abend ver­sam­meln sich Brü­der und Schwes­tern in der ro­ma­ni­schen Kir­che Groß St. Mar­tin in der Köl­ner Alt­stadt, die Kar­di­nal Joa­chim Meis­ner den Ge­mein­schaf­ten an­ver­traut hat. Dort be­ten sie mit all de­nen, die zu­fäl­lig vor­bei­kom­men oder ge­zielt ei­ne Ru­he­pau­se im All­tags­le­ben su­chen. Ih­re Ein­kauf­stü­ten und Büro­ta­schen ne­ben sich auf dem Bo­den, fol­gen Män­ner und Frau­en in ei­ner be­sinn­li­chen-ru­hi­gen At­mo­sphä­re der von der Ost­kir­che in­spi­rier­ten Li­tur­gie, in der der vier­stim­mi­ge Ge­sang ei­ne be­son­de­re Rol­le spielt: sch­licht, aus­drucks­stark und er­g­rei­fend.

„Als über­kon­fes­sio­nell den­ken­der Mensch bin ich tief be­ein­druckt von der kraft­s­pen­den­den Stil­le und den wohl­tu­en­den Ge­sän­gen. In mei­nen Au­gen ist das An­ge­bot die­ser Ge­mein­schaft das Sinn­volls­te und Zeit­ge­mä­ß­es­te, was ich in den letz­ten Jahr­zehn­ten in Kir­chen er­lebt ha­be“, sch­reibt ei­ne Frau in ei­nem In­ter­net­forum und drückt da­mit aus, was der im Fe­bruar ver­s­tor­be­ne Grün­der der Ge­mein­schaf­ten, Bru­der Pier­re-Ma­rie Del­fieux, als „Zei­chen der Zeit“ er­kann­te: Die ei­gent­li­che Wüs­te heu­te ist die Stadt. Dort hun­gern Men­schen nach Ru­he, Stil­le und Ge­mein­schaft. Hier braucht es sol­che, die die le­ben­s­pen­den­de Qu­el­le, die sie ent­deckt ha­ben – Gott – mit den Men­schen in ih­rer Um­ge­bung tei­len: Mön­che in der Groß­stadt. „Wir be­ten nicht ge­gen die Stadt oder die Welt an“, er­klärt Schwes­ter An­ne-Clai­re, „und tren­nen uns auch nicht von den Men­schen, um Gott zu be­geg­nen. Wir ha­ben ein mön­chi­sches Le­ben in Ge­mein­schaft ge­wählt, aber oh­ne Klos­ter­mau­ern. Die Stadt ist un­ser Klos­ter und für uns ist die Klau­sur in­ner­lich. Wir tra­gen die Stadt im Ge­bet.“

Die Schwes­tern und Brü­der der Mo­nas­ti­schen Ge­mein­schaf­ten von Je­ru­sa­lem ar­bei­ten halb­tags, um das Ar­beits­le­ben mit mo­der­nen Men­schen zu tei­len und Geld für ih­ren Le­bens­un­ter­halt zu ver­die­nen. Am Nach­mit­tag wid­men sie sich in­ten­si­ver dem geist­li­chen Le­ben. Das li­tur­gisch-öf­f­ent­li­che Ge­bet ist da­bei wich­tig, aber auch das stil­le, per­sön­li­che Ge­bet in der Zel­le oder die eucha­ris­ti­sche An­be­tung in der Kir­che. Der Ta­ges­ablauf ist fest struk­tu­riert. Ne­ben Ar­beit, Ge­bet und der Über­nah­me von häus­li­chen Auf­ga­ben wie ko­chen, wa­schen oder bü­geln hat auch die „Lec­tio Di­vina“, die Me­di­ta­ti­on der Hei­li­gen Schrift, ih­ren Platz. Hier­zu zie­hen sich die Brü­der und Schwes­tern in ih­re Zel­len zu­rück, in de­nen sie klei­ne pri­va­te Ge­betse­cken ein­ge­rich­tet ha­ben.

In de­nen als „In­sti­tu­te ge­weih­ten Le­ben­s“ von Rom an­er­kann­ten Mo­nas­ti­schen Ge­mein­schaf­ten von Je­ru­sa­lem le­ben Schwes­tern und Brü­der ge­t­rennt. So­wohl Frau­en als auch Män­ner woh­nen je­weils in ei­ner Ge­mein­schaft zur Mie­te – in Köln in un­ter­schied­li­chen Flü­geln ei­nes ty­pi­schen Schür­mann-Baus di­rekt ne­ben Groß St. Mar­tin. Cha­rak­te­ris­tisch da­für sind die kla­ren, sch­lich­ten Räu­me mit großz­ü­g­i­ger Fens­ter­front und nack­ten Be­ton­wän­den. „Mit­ten­drin statt nur da­bei“, sagt Ma­rie-Bé­né­dic­te mit ei­nem Au­gen­zwin­kern. Am Wo­che­n­en­de sei we­gen der vie­len fei­er­f­reu­di­gen Köl­ner und Tou­ris­ten nur dank Ohro­pax an Schlaf zu den­ken.

Ge­schwis­ter­li­ches Le­ben

Die Schwes­tern und Brü­der sind fi­nan­zi­ell und or­ga­ni­sa­to­risch von­ein­an­der un­ab­hän­gig. „Manch­mal wer­den wir ge­fragt, ob wir für die Brü­der wa­schen und ko­chen“, sagt Ma­rie-Bé­né­dic­te. „Dann er­klä­re ich ger­ne, dass wir wie Ge­schwis­ter zu­sam­men­le­ben und gleich­be­rech­tigt sind. Je­de Ge­mein­schaft sorgt für sich. Aber wir ha­ben ge­mein­sa­me Chor­pro­ben und er­gän­zen uns gut beim vier­stim­mi­gen Ge­sang. Die Li­tur­gie fei­ern wir mit al­len. Wäh­rend die Pre­digt am Abend den Pries­tern vor­be­hal­ten ist, kom­men­tie­ren auch die Schwes­tern mit­tags die Schrift.“

Ge­mein­sam ist den bei­den In­sti­tu­ten – männ­lich und weib­lich – das „Liv­re de Vie“, die geist­li­che Le­bens­re­gel, die der Or­dens­grün­der ver­fasst hat und aus der täg­lich ein Ab­schnitt vor dem Mit­ta­ges­sen vor­ge­le­sen wird. Schwes­tern und Brü­der le­ben Ar­mut, Keusch­heit und Ge­hor­sam in ei­ner Ge­mein­schaft, in der die tra­di­tio­nel­len Wer­te des Mönch­tums und ei­ne Of­fen­heit für die mo­der­ne Welt zu­sam­men­kom­men. „Das ist vor al­lem at­trak­tiv für jun­ge Men­schen, die sich heu­te zu ei­nem geist­li­chen Le­ben be­ru­fen füh­l­en“, sagt Bru­der Je­an-Chri­s­to­phe, Ge­ne­ral­prior der Brü­der in Pa­ris. „Denn wir ant­wor­ten mit un­se­rem Le­ben auf den Ruf Got­tes.“

Ein Ruf steht auch im­mer am An­fang ei­ner Neu­grün­dung. Die ins­ge­s­amt mehr als 200 Schwes­tern und Brü­der aus über 30 Na­tio­nen ge­hen nicht auf ei­ge­ne In­i­tia­ti­ve ir­gend­wo­hin, sie fol­gen der Ein­la­dung des je­wei­li­gen Orts­bi­schofs. Bru­der Je­an-Chri­s­to­phe ist froh, dass es mög­lich war, in den ver­gan­ge­nen 18 Jah­ren neun neue Ge­mein­schaf­ten in Groß­s­täd­ten an­zu­sie­deln. Ne­ben Pa­ris, wo Bru­der Pier­re-Ma­rie Del­fieux 1975 im Zu­ge der Er­neue­rungs­be­we­gun­gen nach dem Zwei­ten Va­ti­ka­ni­schen Kon­zil die Mo­nas­ti­schen Ge­mein­schaf­ten von Je­ru­sa­lem grün­de­te, gibt es heu­te Nie­der­las­sun­gen in Ve­ze­l­ay, Straßburg, Brüs­sel, auf dem Mont-Saint-Mi­chel, in Flo­renz, Mon­t­réal, Rom, War­schau und Köln. An ih­ren Wir­kungs­stät­ten ste­hen die Schwes­tern und Brü­der in en­ger Ver­bin­dung mit der Diöze­san­kir­che, über­neh­men aber kei­ne Pfarr­ge­mein­den. „Es gibt in den von uns be­t­reu­ten Kir­chen kei­ne Tau­fen, Hoch­zei­ten und Be­er­di­gun­gen“, sagt An­ne-Clai­re. „Un­ser Schwer­punkt ist die Ge­stal­tung der Li­tur­gie und un­ser ers­ter Mis­si­on­s­ort ist die ei­ge­ne Ge­mein­schaft. Denn an der Lie­be, die wir fü­r­e­in­an­der ha­ben, wer­den wir als Jün­ger Chris­ti er­kannt.“

Im­mer wie­der wer­de an die Ge­mein­schaf­ten die An­fra­ge ge­s­tellt, wo denn ihr be­son­de­rer so­zia­ler Schwer­punkt lie­ge, sagt Bru­der Je­an-Chri­s­to­phe. „Un­se­re Auf­ga­be ist aber nicht pri­mär im ka­ri­ta­ti­ven, pa­s­to­ra­len oder Bil­dungs­be­reich. Da kön­nen an­de­re ge­n­au­so gut oder so­gar bes­ser wir­ken als wir. Ver­g­li­chen mit den gro­ßen Mis­si­ons­or­den sind wir nur ei­ne klei­ne Ge­mein­schaft. Un­ser Bei­trag ist die Ge­stal­tung der Li­tur­gie. Un­ser Auf­trag ist, in der Wüs­te der Stadt Oa­sen des Ge­bets, der Stil­le und des Frie­dens zu schaf­fen.“ Der Na­me „Je­ru­sa­lem“ ist da­bei Pro­gramm. Er ste­he für die Pa­tronin al­ler Städ­te. Und wei­se auf das himm­li­sche Je­ru­sa­lem, auf den Him­mel hin, zu dem al­le ge­mein­sam un­ter­wegs sei­en.

Ei­ne Lie­bes­ge­schich­te

Schwes­ter Ma­rie-Bé­né­dic­te ist di­rekt nach Ab­schluss ih­res Theo­lo­gie-Stu­di­ums in die Ge­mein­schaft ein­ge­t­re­ten, „weil ich es nicht mehr ab­war­ten konn­te“. Nach ei­ner län­ge­ren Zeit der Su­che war für sie beim Be­such der Schwes­tern und Brü­der in Straßburg klar: Das ist mein Ort. „Mich hat die Li­tur­gie, die mit al­len Sin­nen er­leb­bar ist, tief be­rührt. Das Ge­bet mit dem gan­zen Kör­per, die Ge­sän­ge, der Weih­rauch, die Iko­nen. Es war so, wie wenn man sich ver­liebt.“ Als Zei­chen da­für, dass mit ih­rem Ein­tritt ins Or­dens­le­ben ein neu­er Ein­schnitt be­ginnt, hat die 28-Jäh­ri­ge sich ei­nen neu­en Na­men ge­ben las­sen. Aus Kor­du­la wur­de Schwes­ter Ma­rie-Bé­né­dic­te.

Auch An­ne-Clai­re be­sch­reibt ih­ren Weg ins Or­dens­le­ben wie den An­fang ei­ner Lie­bes­ge­schich­te. „Als Kind ha­be ich im­mer ge­hört, dass Gott uns liebt. Aber mei­ne Be­zie­hung zu Gott war mei­ner­seits et­was ein­ge­schla­fen.“ Mit 19 Jah­ren mach­te sie sich auf zu ei­ner Wall­fahrt in die Sa­ha­ra, um auf den Spu­ren des Ere­mi­ten Char­les de Fou­cauld nach­zu­spü­ren, was in ih­rem Le­ben mit Gott „ver­trock­net“ war. „Ich ha­be zu Chris­tus ge­sagt: Ent­we­der, es pas­siert jetzt et­was zwi­schen uns und das muss span­nend sein oder ich ge­he an­de­re We­ge.“ Of­fen­sicht­lich ist et­was Span­nen­des pas­siert, denn An­ne-Clai­re hat sich vor zwölf Jah­ren für das Or­dens­le­ben ent­schie­den und ist im­mer noch glück­lich mit ih­rer Wahl.


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Zum Stundengebet versammeln sich Schwestern und Brüder in der Kirche.

Kolleginnen: Hina Chugh arbeitet gern mit Schwester Anne-Claire zusammen, sagt die gebürtige Afghanin.

Hingucker: Eva-Maria Werner bemerkte, dass die jungen Ordensfrauen in Köln viele Blicke auf sich ziehen.

Bibellektüre gehört zum geistlichen Leben dazu.

Lieferung: Marie-Bénédicte ist in der Buchhandlung Kösel beschäftigt.

Pastoralreferent Leonhard Schymura lässt sich von Schwester Marie-Bénédicte beraten. Er sucht Material für eine Trauerandacht.

Zum lockeren Gespräch und Austausch kommen die Schwester am Donnerstagnachmittag zusammen. Bei Tee und Gebäck wird auch viel gelacht.

Die Schwestern essen schweigend. Vor dem Essen hören sie ein Kapitel aus dem Lebensbuch ihres Gründers.

Mahlzeit: Reihum ist jede einmal für das Mittagessen verantwortlich.

Schwester Marie-Bénédicte zeigt ihr einfaches Kreuz aus Olivenholz.

Anbetung vor dem Allerheiligsten in Groß St. Martin. Eine wichtige Stunde im Leben der Ordensleute.

Am Donnerstag ist eucharistische Anbetung. Eine Prozession führt zum Allerheiligsten.

Zum Friedensgruß gehen die Schwestern und Brüder in die Gemeinde.

Als Zeichen ihrer Offenheit für Gott heben die Schwestern und Brüder zu Beginn der Gebete ihre Hände nach oben.

Das Anzünden der Kerzen gehört als fester Bestandteil zur Liturgie der monastischen Gemeinschaften von Jerusalem.

Bruder Jean-Christophe, Generalprior der Brüder in Paris, sieht seine Aufgabe vor allem darin, Gemeinschaft unter den Brüderschaften zu stiften und sie vor Ort zu verwurzeln.

Mitten in Paris steht St. Gervais, die Mutterkirche der Gemeinschaften.

In Frankreich leben und arbeiten die Schwestern ganz in der Nähe der Kirche St. Gervais.

Meditativ und sehr stimmungsvoll ist der vierstimmige Gesang in der Liturgie.

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