EIGENTEIL
Afrikamissionare - Weisse Väter
Redakteur unserer kontinente-Ordensbeilage:
Pater Hans Bernhard Schering
Afrikamissionare / Weiße Väter
Ludwigsburger Straße 21
50739 Köln
Tel 0221 - 91 74 87-402
Fax 0221 - 91 74 87-418
E-Mail: medien@afrikamissionare.de
Internet: www.afrikamissionare.de
Informationen zum Orden:
Über 135 Jahre im Missionseinsatz
Die Missionsgesellschaft der Afrikamissionare - Weisse Väter wurde 1868 von dem
damaligen Erzbischof von Algier und späteren Kardinal Charles Alemand Lavigerie gegründet.
Anfänglich waren sie nur für den Bereich Nordafrikas gedacht, wo sie unter den
muslemischen Bewohnern Zeugnis vom christlichen Glauben ablegen sollten. Sie lernten die
Sprache der einfachen Menschen und kleideten sich wie die Nordafrikaner mit einer weissen
Gandura und mit Burnus.
Diese Kleidung brachte ihnen auch den Spitznamen „Weisse Väter“ ein. Der Gründer
erkannte bald die Chance, die sich für die Mission in den Gebieten Schwarzafrikas ergab,
als Forscher und Händler immer weiter ins Innere des afrikanischen Kontinents vordrangen
und die politischen Mächte Europas sich daran machten Afrika unter sich aufzuteilen.
Lavigerie gab seinen Missionaren auch nach Schwarzafrika den Auftrag mit, ganz mit den
Menschen zu leben, ihre Sprache zu erlernen und gemeinsam mit ihnen einen einheimische
Kirche aufzubauen.
Die etwa 2000 Patres und Brüder kommen aus allen Kontinenten. Sie leben und
arbeiten in Afrika in internationalen Gemeinschaften von wenigstens drei Missionaren.
Heute sind etwa 2000 Afrikamissionare in 26 Ländern Afrikas und in ihren jeweiligen
Heimatländern tätig. Das Arbeitsfeld reicht von der Erstevangelisierung über Pfarrarbeit,
Lehrtätigkeit an Hochschulen, zu sozialem Engagement und vielem mehr. Die Einsatzorte
variieren ebenso vom traditionellen Urwalddorf und der Wüstenoasen bis hin zu den
Großstädten Afrikas mit ihren „modernen“ Problemen.
Immer haben sich die Missionare neben der Glaubensverkündigung auch den drängenden
Nöten der jeweiligen Zeit gewidmet. Wurden früher in den Missionen als erstes
Krankenhäuser und Schulen errichtet, sind heute die Missionare eher soziale Zentren zu
finden, sie leisten Hilfe für Straßenkinder, Aidshilfe oder arbeiten im Rahmen von
„Gerechtigkeit und Frieden."
Medien im Dienst der Afrikamission
Von Beginn der Missionsgesellschaft an waren viele Mitglieder und auch ihr Gründer
von der Wichtigkeit der Medien überzeugt. Der Gründer gab ein gutes Beispiel mit seinen
Veröffentlichungen und seiner Mitarbeit an Zeitungen. Beispielhaft auch die
Veröffentlichung seiner Reden gegen die Sklaverei. Von ersten kleinen Anfängen in den
verschiedenen Ländern Europas und Nordamerikas wuchs die Missionspresse und wurde in den
meisten Fällen zum hauptsächlichen Medium der Missionsgesellschaft. Fotografie und Film
wurden genutzt, davon zeugt auch die eigene Fotoagentur in Namur Belgien. Heute ist das
Internet hinzugekommen, das in allen Ländern von den Missionaren intensiv genutzt wird.
Sehen Sie dazu auch unsere deutsche Web-site http://afrika-missionare.orden.de.
In Afrika waren unsere Missionare führend mit dem Aufbau von Druckereien, der
Gründung von Zeitungen und der Herausgabe von Büchern. Heute fördern sie in vielen
Ländern auch Radio und Fernsehen.
Wie bei allen anderen Aufgaben werden auch dabei die Verantwortung und die Arbeit
übergeben, sobald die einheimische Kirche die geeigneten Kräfte und Mittel hat.
Die erste Nummer der deutschen Missionszeitschrift „Afrikabote“ erschien 1894,
Herausgeber war Pater Pfeffermann. 1957 wurde die Zeitschrift in „Afrika“ umbenannt
und erschien teilweise farbig und in größerem Format. 1967 ging „Afrika“ in die neue
Missionszeitschrift kontinente auf, die seitdem als gemeinsame Stimme von 23
missionierenden Orden erscheint.
Für die Afrikamissionare - Weiße Väter erscheint kontinente mit drei je
verschiedenen Eigenteilen, für die Schweiz, für Luxemburg, und für Deutschland,
dessen Eigenteil auch nach Österreich und Belgien geht. Verantwortlich für die Seiten
der Schweiz ist Pater Roman Stäger, für Luxemburg Pater Jean Flies und für Deutschland
Pater Hans B. Schering.
Die Afrikamissionare betreiben ANB-BIA (Afrika Nachrichten Bulletin) in Brüssel,
sie sind auch Teilhaber der Mission Nachrichten Agentur Misna in Rom.