VORSCHAU
SEPTEMBER - OKTOBER 2008
ÜBERSICHT
Reportage 1 — Zurück auf die Straße — Father Antony und die Kids von Bangalore
Reportage 2 — Hoffnung säen — die Kirche baut die Zentralafrikanische Republik wieder auf
Interview — Andrea Nahles: Katholisch, links und gar nicht zickig
Hintergrund — Die rebellische tibetische Jugend: Der Dalai Lama verliert an Autorität
REPORTAGE 1
Zurück auf die Straße — Father Antony und die Kids von Bangalore
Oft sind es Bagatell-Verbrechen, deretwegen die Kinder aufgegriffen werden. Zuerst landen sie in Polizeistationen, wo sie
mitunter kopfüber aufgehängt und mit Elektroschocks gequält werden. Dann verschwinden sie zu tausenden im Gefängnis, obwohl das
indische Gesetz das verbietet. Kaum jemand kümmert sich in Indien um die Rechte Minderjähriger.
Text: Veronika Buter
Fotos: Paul Hahn
Antony Sebastion ist Priester,
Sozialarbeiter und Jugendrichter. Jahrelang hat er als Anwalt Kinder vor Gericht verteidigt, bis er begriff, dass das nicht ausreicht.
2000 gründete der Prämonstratenserpater in Bangalore die Organisation ECHO, „Empowerment of Children and Human Rights
Organisation“. Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, finden dort ein neues Zuhause und einen Weg aus der
Stigmatisierung zurück in die Gesellschaft.
REPORTAGE 2
Hoffnung säen — die Kirche baut die Zentralafrikanische Republik wieder auf
„Wir müssen erst einmal dafür sorgen, dass es den Menschen gut geht, dass wir sie wieder aufrichten. Dann können wir uns
darum kümmern, dass sie zum Beten kommen.“ Bischof Peter Marzinkowski setzt klare Prioritäten für sich und sein kleines Team
in der Diözese Alindao. Der deutsche Spiritaner leistet zusammen mit seinen Mitarbeitern Aufbauarbeit: im jüngsten Bistum der
Zentralafrikanischen Republik und im Land, das noch unter den Folgen einer bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzung leidet.
Gesundheitsprojekte, Aidsaufklärung, landwirtschaftliche Kooperativen, Frauenbildung und die Wiederbelebung des Schulsystems gehören
zu den Kernaufgaben der Kirche.
Text: Hildegard Mathies
Fotos: Günther Menn
Auf den Dörfern, im Busch und in den wenigen größeren Städten kümmern sich Marzinkowski und seine 15 Priester sowie eine Reihe
Ehrenamtlicher darum, dass die Menschen neue Hoffnung und neuen Lebensmut fassen. Dabei bleibt kaum Zeit, sich mit der großen
evangelikalen Bewegung der Elim auseinanderzusetzen, die viele junge Christen anzieht und gezielt Katholiken missioniert.
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