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MENSCHEN

JUANES

„Mein Blut“ für Minenopfer

„Ich könnte nicht damit leben, nichts gegen diese grausamen Zustände zu unternehmen“, sagt der Musikstar Juanes über seine Heimat Kolumbien. Für die Opfer von Landminen und gegen die Macht der Drogenkartelle, die mit den Minen ihre Kokafelder schützen, engagiert sich der bald 36-Jährige bereits seit Jahren. Viele kennen ihn jedoch bislang vor allem als Sänger des fetzigen Sommerhits 2005: „La Camisa Negra — das schwarze Hemd“. Oft wissen nur Fans, dass der tiefgläubige Musiker eine Stiftung gegründet hat, damit Kolumbien nicht das Land mit den weltweit meisten Minenopfern bleibt: die „Fundación Mi Sangre — Mein Blut“. Sie hilft bei der körperlichen und seelischen Rehabilitation sowie bei der Re-Integration in die Gesellschaft. Wichtigstes Anliegen ist für den zweifachen Vater Juanes aber die Friedenserziehung für eine hoffentlich minenfreie Zukunft.     (hm)

 

HU XIAOYAN

Stimme der Wanderarbeiter

Chinas rund 200 Millionen Wanderarbeiter haben in diesem Jahr drei Parlamentsvertreter bekommen. Die erste der Abgeordneten, die sich für die meist ausgebeuteten und armen Arbeiter einsetzen will, ist Hu Xiaoyan, eine 34-jährige Fabrik-Vorarbeiterin, die selbst Wanderarbeiterin ist. Bei einem Treffen mit Premierminister Wen Jiabao hat sie sich dafür stark gemacht, dass neben den Lebensbedingungen der Arbeiter vor allem die Schulbildung der Kinder verbessert werden muss. Die Eltern haben oft kein Geld, um die Kinder zur Schule zu schicken. Viele Schulen verlangen eine Sonderabgabe von den „Nicht-Niedergelassenen“. Kritiker finden, dass die Vorzeige-Arbeiterin Hu Xiaoyan nach dem Besuch beim Premier zu enthusiastisch war und dass die drei Abgeordneten nur Chinas Image dienen sollen.     (hm)

 

KÖNIG ABDULLAH

Mäßigung für Imame

Für eine gemeinsame Friedensmission der großen Religionen setzt sich Saudi-Arabiens König Abdullah, 84, ein. Als erster arabischer König hatte er Ende 2007 den Papst besucht. Nun plant der westlich gebildete König eine Art Religionsgipfel in Saudi-Arabien. Noch ist die öffentliche Ausübung des Christentums oder anderer Religionen in seinem Staat allerdings verboten. Und erst im März war der 23-jährige Abdruajman Mohamed Saleh wegen der „Hinwendung zum Christentum“ hingerichtet worden. König Abdullah setzt allerdings weiter auf seinen vorsichtigen Reformkurs. So will der „Hüter der Moscheen“, wie er auch heißt, die 50000 Imame umerziehen: zu Mäßigung.     (hm)

 

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