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MENSCHENHASSEN CHALGHOUMIDer Imam des FriedensMorddrohungen und Überfälle in der Moschee: Damit muss der französische Imam Hassen Chalghoumi aus Drancy leben. Der 36-Jährige gilt in
Frankreich als „Imam des Friedens“ und zieht sich damit den Hass fundamentalistischer Glaubensbrüder zu. Chalghoumi predigt Liebe,
Versöhnung und Feindesliebe. Er setzt sich besonders für die Versöhnung mit den Juden ein und betont: „Wir entstammen der gleichen Familie,
die Kinder Israels und Ismaels sind Vettern.“ Das sehen seine Gegner vollkommen anders und beschimpfen ihn als „Ungläubigen, Verräter,
Zionisten und Imam der Juden“. Vor dem Überfall in der Moschee hatten unbekannte Täter Chalghoumis Wohnung verwüstet und die Reifen
seines Autos zerstochen. Doch Einlenken und Zurückweichen kommt für den jungen Imam nicht in Frage. Er setzt sich weiter für einen modernen Islam
ein — und tritt unter anderem für ein Verbot der Burka ein.
(hm)
MARY AJOOTAnwältin für Ugandas FrauenDie Frauen stehen in Uganda auf einer Stufe irgendwo zwischen Mensch und Kuh. Zwar steht ihnen per Gesetz die Gleichheit zu, doch tatsächlich werden Frauen nur gegen einen Brautpreis verheiratet. Der Ehemann empfindet seine Gattin dann oft als Eigentum — und glaubt, beliebig über sie verfügen und sie schlagen zu dürfen. Die Anwältin Mary Ajoot ist eine der Wortführerinnen gegen die Tradition des Brautpreises. Zwei Jahre lang hat sie mit der Frauenrechtsorganisation Mifumi für eine entsprechende Entscheidung der Verfassungsrichter gearbeitet — und jetzt eine Niederlage erlitten. Vier von fünf Richtern fanden, dass der Brautpreis im Einklang mit der Verfassung steht. Dass wenigstens ein Richter auf ihrer Seite stand, ermutigt Ajoot: „Wir werden in Berufung gehen“, sagt sie, „wir geben die Hoffnung nicht auf.“ (hm) FRANK BWALYAPriester und Polit-AktivistFrank Bwalya weiß, was er will. Der sambische Priester will eine neue Regierung für sein Heimatland und hat dafür unter anderem die Nichtregierungsorganisation „Change of Zambia“ (Wandel Sambias) gegründet. Für sein Ziel ist er auch schon ins Gefängnis gewandert: Weil er der Regierung während eines Jugendtages in Kitwe im Norden Sambias die Rote Karte gezeigt hat und seine Landsleute aufgefordert hat, das Gleiche zu tun, war er inhaftiert worden. Mittlerweile ist Bwalya zwar wieder frei, aber nur auf Bewährung. Für den Priester steht jedoch fest, dass er weitermacht: „Die Menschen unterstützen unsere Mission, weil es ihre Mission ist“, sagt er. (hm) Wollen Sie mehr lesen? Bestellen Sie kostenlos ein Probeheft.
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